KI in Gesundheit, Kreativität und Gesellschaft
Besonders vielversprechend ist der Einsatz von KI im Gesundheitswesen. Bereits heute analysieren Algorithmen medizinische Bilddaten wie Röntgenbilder, MRT- oder CT-Scans, um etwa Tumore früher zu erkennen als Ärztinnen und Ärzte. KI-Systeme durchforsten riesige Datenbanken nach Mustern, die auf bestimmte Krankheiten hinweisen – beispielsweise durch Stimmanalyse bei Parkinson.
In der Arzneimittelentwicklung beschleunigt KI die Suche nach Wirkstoffen, indem sie Millionen chemischer Kombinationen in kürzester Zeit simuliert – ein Prozess, der früher Jahre dauerte.
Ein spannendes neues Feld ist die generative KI: Systeme wie ChatGPT verfassen Texte, beantworten Fragen oder führen Gespräche in natürlicher Sprache. Bildgeneratoren wie DALL-E erstellen aus Textbeschreibungen realistische oder kreative Bilder. Diese Tools, die 2023/2024 in den Fokus der Öffentlichkeit rückten, übernehmen Aufgaben, die bisher als rein menschlich galten – etwa kreatives Schreiben oder künstlerisches Gestalten.
Gesellschaftlich ist KI längst ein Massenphänomen: Studien zeigen, dass über 10 % der Unternehmen in Deutschland KI bereits einsetzen – Tendenz steigend. Weltweit nutzen große Tech-Konzerne KI, um Abläufe zu automatisieren, Kosten zu sparen und innovative Dienstleistungen zu entwickeln.
Für Verbraucher bedeutet das mehr Komfort: automatisierte Services, smarte Geräte, personalisierte Angebote. Fast jeder Mensch in Industrieländern ist heute – bewusst oder unbewusst – mit KI-Systemen in Berührung gekommen: sei es beim Online-Shopping, im Auto oder beim Streaming.
Trotz dieser Erfolge bleibt KI bisher eine sogenannte schwache KI: Sie ist immer auf einen konkreten Anwendungsbereich spezialisiert. Ein Sprachassistent kann zwar Sprache verstehen, aber kein Auto fahren. Die Vision einer starken KI, die menschenähnliche Fähigkeiten in allen Lebensbereichen besitzt, ist noch Zukunftsmusik.